Hot Peel, Hot Split oder Cold Peel Textiltransfers

Hot Peel, Hot Split oder Cold Peel Textiltransfers

Hot Peel, Hot Split oder Cold Peel Textiltransfers

Bei Textiltransfers gibt es drei Technologien, wenn es um das Peeling geht. Diese können "hot peel", "cold peel" oder "hot split" sein. Aber was ist der Unterschied zwischen ihnen?

Zunächst liegt der Hauptunterschied im Transferpapier oder der -folie.

Cold Peel Textiltransfers

Die so genannten Cold Peel Transfers sind die älteste Art von Textiltransfers. Wie der Name schon vermuten lässt, müssen sie in kaltem Zustand abgezogen werden. Das liegt daran, dass das Transferpapier bei allen Temperaturen eine recht starke Bindung zum Druck aufweist. Wenn man versucht, das Papier abzuziehen, während der Druck noch heiß ist, würde das Papier den noch weichen Druck vom Kleidungsstück abheben. Hierbei würde die Haftung zum Textil stark verschlechtert werden und eine geringere Haltbarkeit zur Folge haben.
Ein weiterer wissenswerter Punkt ist, dass das Transferpapier vor dem Abziehen so kalt wie möglich sein sollte. Dadurch kann das Transferbild fest werden, wobei es eine stärkere Klebkraft zum Textil aufweist.

Hot Peel Textiltransfers

Diese Transfers werden hergestellt, um direkt nach dem Pressen abgezogen zu werden, wenn das Textiltransfer noch heiß ist. Dafür sind die Trennschicht auf dem Transferpapier und der Druck so konzipiert, dass sie im heißen Zustand nicht aneinander kleben. Durch diese Technologie wird keine Zeit verschwendet, um auf das Abkühlen des Transfers zu warten. Aber es birgt ein Risiko.
Wenn sich das Transferpapier nicht richtig ablöst, weil es z.B. noch zu kalt war, wird die Tinte während des Ablösevorgangs ein wenig abgehoben. Dies kann sich negativ auf die endgültige Haftung und Haltbarkeit des Drucks auswirken. Wo das Cold Peel Transfer nicht mehr zu heiß sein darf, darf das Hot Peel Transfer nicht zu kalt werden.

Hot Split Textiltransfers

Diese dritte Art von Textiltransfers ist eine, bei der die Farbe eine größere Rolle spielt. Genau wie bei Hot Peel Transfers müssen diese im noch heißen Zustand abgezogen werden. Aber anders als bei Hot Peel Transfers, bei denen die Trennschicht den gesamten Druck freigeben soll, löst sich ein Hot Split Transfer innerhalb des Drucks selbst ab, es "splittet" bzw. teilt sich. Dadurch verbleibt ein kleiner Farbrest auf dem Transferpapier. Gerade wenn ein Vintage-Look gewünscht ist oder der Druck besonders atmungsaktiv sein soll, kann dies mit einem solchen Transfer erreicht werden.

Zusammengefasst

Wenn man die Zeit hat, den Transfer vor dem Abziehen abkühlen zu lassen, ist ein Cold Peel Transfer eine gute Wahl, da es beim richtigen pressen und abziehen eine gute Haftung erzielt.
Um Zeit zu sparen oder bei der Verwendung von Transfers in einer automatischen Heißtransfermaschine, ist ein Hot Peel Transfer die bessere Wahl, auch wenn diese meist etwas teurer sind.
Die selteneren Hot Split Transfers sind die erste Wahl, wenn eine besonders weiche Haptik oder ein spezieller Look gewünscht wird.

Es ist also keins direkt schlechter als das andere, sondern einfach nur anders.

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